Dies ist ein Gastbeitrag von Lili Vanilly, Musikerin, Markendesignerin, Esserin. Die Meinung ist nicht unsere Firmenmeinung, es ist eine persönliche Einschätzung einer bewussten und geschmacksvollen Konsumentin ohne Verkaufsinteresse.

Bei der Kälte rücken wir etwas zusammen

Mit Freunden plante ich ein gemeinsames Essen. Passend zum garstigen Wetter riefen alle nach einem wärmenden Raclette … also machte ich mir Gedanken, wie ich das vegan mitmachen könnte. Den Jeezini von Vegourmet haben wir schon lange in unserem Veeconomy-Shop, als Raclette hatte ich ihn aber noch nie ausprobiert, obwohl ich schon viel Positives über seine Schmelzfähigkeit gehört hatte. Aus Käse mache ich mir eigentlich nichts, ich vermisse ihn schon lange nicht mehr, dieses fettige, klebrige Ding! Aber wenn es nun ein Raclette geben soll und ich dabei sein will, dann kann ich doch grad auch einen veganen Käse ausprobieren.

Die Grundvoraussetzungen für einen Produktetest waren also nicht ideal, da ich keine Käseliebhaberin bin. Doch gibt es die absolute Objektivität sowieso nie, sind wir doch von unseren Sinneswahrnehmungen abhängig. Ich gebe mein Bestes.

Die Scheibletten rochen interessant und erinnerten mich ein bisschen an Karton oder Plastik von der Haptik her, einfach etwas schmieriger. Also das perfekte Abbild seiner Vorlage, Käse ist da gleich. Der Geruch war dagegen ziemlich neutral und auch der rohe Geschmack war sanft salzig, leicht aromatisch, auch dieses passt zu seiner Aufgabe als Alleskönner im Sandwich, auf der Pizza, im Toast und wo man auch sonst noch überall eine Scheibe Käse dazu tun könnte. Wie zum Beispiel in einem Öfeli in der Mitte auf einem Esstisch, als zentraler, heizender Treffpunkt unser aller Racletteschälchen.

Ab in den Ofen: Verhalten und Aussehen

Mir war klar, dass ich den Käse alleine kaum mögen würde, also garnierte ich ihn mit Champignons, Ananas, Spargel, Pfeffer und Paprika. So vorbereitet stellte ihn neben seine mitzubackenden in den Ofen und begann damit, mühsam aber meditativ die Schale von den Kartoffeln zu entfernen und sie dann genüsslich mit der Gabel zu zerdrücken.

Unsere Kartoffeln stammen übrigens vom Katzhof, einer Vertragslandwirtschaft, woher wir wöchentlich eine Gemüsetasche erhalten. Absolut zu empfehlen. Gemüse kann so aromatisch und wunderlich sein (wir erhalten saisonales Gemüse und darunter solches, das allgemein kaum erhältlich ist … Petersilienwurzel, Pastinaken, Winterretich, Bodenkohlrabi, es ist eine ständige Entdeckung von Gemüseneuland in meiner Küche). Doch zurück zum Jeezini, der war in der Zwischenzeit nämlich, und dabei hielt er sich an die Dauer und Art seiner Vorlage, wunderschön geschmolzen und machte auch ein paar Bläschen.

Ich schob den Inhalt des Raclettepfännchens auf meinen Teller und verbrannte mir anschliessend gleich mal ein bisschen meinen Mund. Der Käse wurde also überraschenderweise heiss im Ofen und schmolz sehr schön um das Gemüse herum. Er war dann ein bisschen sehr gelb und roch auch … naja, neben dem penetranten Kuhmilchkäsegeruch roch ich eigentlich kaum mehr was. Aber ich nehme an, er roch auch ein bisschen.

Ab in den Mund: Geschmack und Mundgefühl

Nun also zum Probieren. Der Käse klebte überall in meinem Mund. Das machte seinen Verzehr etwas kompliziert doch auch interessant. Der Geschmack war würzig, sämig, scheiblettenkäsig, doch im Abgang mit einer rechten Prise Künstlichkeit ausgestattet.

Zwei meiner omnivoren Freunde trauten sich, je auch ein Stückchen Jeezini zu backen und auszuprobieren. Beides Puristen, gaben sie kein Gewürz oder Dekoration dazu. Person 1 konnte überhaupt nichts damit anfangen, es schmecke zu künstlich. Person 2 fand ihn überraschend gut und könnte ihn sich super auf Toast Hawaii oder in Toasts jeglicher Art vorstellen. Als Raclette sei halt die geschmackliche Konkurrenz zu gross und der gewohnte Raclettegeschmack werde vom Jeezini nicht erreicht.

Wenn man aber berücksichtigt, welch lange Tradition den Kuhmilchraclettekäse schmackhaft gemacht hat, darf man der Pflanzenkäsegeschmacksentwicklung auch noch einige Chancen geben. Bis dahin ist der Jeezini vom Gebrauch her ein absolut würdiger Ersatz für den tierischen Käse, vom Geschmack her darf gerne mit Gewürz und sonstigen Kombinationen experimentiert werden, finde ich, das machts ja auch spannend.

Der Jeezini kann hier bestellt werden.

Von Mittwoch, 22. November bis Montag 2. Dezember gibt es satte Rabatte auf die Vegourmet-Käsealternativen, damit Ihre Kunden auch in den Genuss von Pflanzenkäseexperimenten kommen können.